Kamtschatka, kochende Erde (360° – GEO Reportage)

Die Vulkanologin Ludmilla Ossipenko lebt in Petropawlowsk – der größten Stadt Kamtschatkas. Sie liegt an den Ufern des Pazifik, umgeben von hohen Vulkanketten. Hier befindet sich auch das zu Sowjetzeiten führende wissenschaftliche vulkanologische Institut, für dessen Zeitschrift Ludmilla arbeitet. Sie schreibt über aktive Vulkane, giftige Kraterseen und zischende Geysire. Dafür begleitet sie Wissenschaftler und Forscher überall dorthin, wo die Erde auf der Halbinsel brodelt und in Bewegung ist. Auf ihrer aktuellen Reise will Ludmilla mit einem Forscherteam zum ersten Mal dem größten Geysir Kamtschatkas, dem Velikan, auf den Grund sehen. Mit einer eigens entwickelten Spezialkamera wollen sie die Funktionsweise des unterirdischen Dampfkessels ergründen. Darüber und auch über den wieder aktiven Vulkan Karimski will sie berichten. Das Journal, in dem Ludmilla Ossipenko ihre Artikel veröffentlicht, soll helfen, Forschernachwuchs zu gewinnen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte der Staat kaum noch Geld für die Wissenschaft und die jungen Leute sind ins besser bezahlte Ausland abgewandert. Heute geht es zwar finanziell wieder langsam aufwärts, aber es fehlt an Nachwuchs. Ludmilla Ossipenko will mithelfen, junge Wissenschaftler für die kochende Erde Kamtschatkas zu begeistern. Dies ist auch das Ziel des amerikanischen Vulkanologen John Eichelberger. Seit Jahren initiiert er einen amerikanisch-russischen Studentenaustausch zwischen Alaska und Kamtschatka. Dabei entdeckte er nicht nur seine Liebe zu den Vulkanen der Halbinsel sondern auch zu seiner russischen Kollegin.

 
Quelle: YouTube / wocomoTRAVEL
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Redaktion

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