Russland von oben – Terra X

St. Petersburg, Moskau und die Wolga stehen im Fokus der ersten Folge des Dreiteilers „Russland von oben“. Über die alten Handelsstädte des Goldenen Rings geht es über den Lauf der Wolga – vorbei an Kazan, Wolgograd und Astrachan – bis zu ihrer Mündung im Kaspischen Meer. Der Film blickt aus der Vogelperspektive aber auch auf den höchsten Gipfel Russlands, den 5.642 Meter hohen Elbrus im Kaukasus-Gebirge, schaut den Antilopenherden in der Steppe Kalmückiens zu und zeigt mit Sotschi am Schwarzen Meer die Riviera Russlands.

Dieses riesige Reich für “Terra X” zu porträtieren, erforderte in vielen Bereichen echte Pionierarbeit. Manche Orte schienen unerreichbar, viele hat vermutlich noch kein Mensch je gesehen, schon gar nicht aus der Luft. Gedreht wurde für den “Terra X”-Dreiteiler aus Hubschraubern und mit den besten Luftbild-Spezialkameras der Welt – analog zur legendären Reihe „Deutschland von oben“.

Sibiriens unbekanntes Altai-Gebirge I Russland von oben

Das Altai-Gebirge ist die wahre Grenze Russlands zu Asien. Hier, am Vierländereck, treffen Russland, China, die Mongolei und Kasachstan aufeinander. Am “Pol der Unzugänglichkeit” der Eurasischen Landmasse ist man rund 2500 Kilometer von allen Weltmeeren entfernt. Hier zeugen nur die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn und vereinzelte Normadenstämme von menschlicher Zivilisation. Der Belucha, “Weißer Berg” oder auch “Gipfel der Unzugänglichkeit” genannt, ist der höchste Berg im Altai-Gebirge, auf dem das ganze Jahr über Schnee liegt. Beginnt der Frühling beginnen die Normaden ihr Vieh aus den Winterlagern in die Sommerlager zu treiben. Dabei reisen nicht nur die Herden, sondern die gesamte Einrichtung der kleinen Hütten mit.

Im Hochgebirge des Altai herrschen das gesamte Jahr eisige Bedingungen. Hier trifft man meist nur einheimische Bergsteiger an und Ausländern ist es nur mit besonderer Erlaubnis gestattet sich in diesen Gefilden aufzuhalten. Je weiter man in die Tiefen des Gebirge eindringt desto seltener trifft man auf Menschen, stattdessen leben hier wilde Pferde- und sogar Kamelherden und auch die Landschaften halten atemberaubende Anblicke bereit.

Kamtschatka: Land der Vulkane und Bären | Russland von oben

Kamtschatka ist in etwa so groß wie Deutschland. Es leben aber nur etwas 300.000 Menschen in dem Land zwischen Japan und dem Nordpol. Geprägt ist die Landschaft vor allem durch Vulkane. Auf Grund der zentralen Lage über dem Kurilengraben, an dem die nordamerikanische und die pazifische Erdplatte aufeinander treffen, gibt es hier ganze 29 aktive Vulkane. Doch ist Kamtschatka, trotz des sehr kalten Wassers im Pazifiks, auch das Suferparadies für einige Russen und ihr ganz privates Hawaii. Auch Bären fühlen sich in den scheinbar unendlichen Weiten der Wildnis, wie es sie kaum nochmal auf der Welt gibt, sehr wohl. Im Sommer beginnt hier die Lachswanderung. Die Lachse ziehen vom Pazifik über den Kurilensee bis in die Flüsse im Inneren des Landes, um dort zu laichen. Zu diesem Ereignis versammeln sich die Bären zunächst vor der Küste und dann an den Flüssen Kamtschatkas.

Vom Weißen Meer bis zur Beringstraße | Russland von oben

Die vierte Folge “Terra X: Russland von oben” folgt der Küstenlinie von der mächtigen nordeuropäischen Hafenstadt Murmansk bis an die Meerenge der Beringstraße. Wir begleiten einen Eisbrecher, statten Murmansk einen Besuch ab und besuchen ein Kloster auf der Insel Solowetski, das zum ersten Arbeitslager der Sowejetunion wurde. Vom weißen Meer im Westen Russlands, über die Halbinsel Jamals mit ihren Erdgasvorkommen, bis zur Insel Wrangel mit ihren Moschusochsen und Eisbären. “Russland von oben” zeigt euch Russland aus einer ganz neuen, wunderschönen Perspektive.

Kaukasus und der tiefe Süden | Russland von oben

Mit über 5.600 Meter ist der Elbrus der höchste Berg Europas. Aufgrund der stürmischen Winter ist der Anstieg meistens nur im Sommer möglich. Jedes Jahr versuchen bis zu 15.000 Bergsteiger den Gipfel des erloschenen Vulkans zu erklimmen. Im Süden des Kaukasus erstreckt sich Dagestan. Die Landschaft in diesem Teil Russlands ist trocken und karg. Die Berge erstrecken sich dabei wie eine Mauer zu Aserbaidschan und nach Persien. In Dagestan mit seinen abgelegenen Bergdörfern gibt es 30 verschiedene Sprachen und knapp 80 Dialekte. Durch die, zu Zeiten der Sowjetunion, beginnende Landflucht entstanden in den Bergen viele kleine Dörfer, die nun jedoch zu einem Großteil verlassen sind. Europas höchstes Dorf, Kurusch, befindet sich auf 2.460 Metern Höhe und beherbergt knapp 800 Einwohner. Trotz der sehr abgeschiedenen Lage, als südlichstes Dorf Russlands, schaffen es die Einwohner hier zu überleben, durch Geschäfte mit muslimischen Pilgern, die sich auf der Reise zum 4.150 Meter hohen Berg Schalbusdag befinden.

Quelle1: YouTube / Terra X Natur&Geschichte
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Redaktion

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